Studenteninitiativen – was steckt dahinter?

Eigentlich hat man im Studium schon genug um die Ohren. Man lernt die Bedeutung von Stress ganz neu kennen. Warum soll man dann noch Zeit und Energie in ehrenamtliche Ämter stecken? Zählt der Putzdienst in der WG denn gar nicht? Studenteninitiativen sind aber mehr als nur ein altruistischer Dienst. In diesem Artikel möchte ich dir zeigen, was die Studenteninitiativen der Hochschule Pforzheim können und warum ein Beitritt nicht nur Spaß macht, sondern vor allem eine Investition in die Zukunft ist.

Man hört im Laufe des Studiums immer wieder von diesen Studenteninitiativen. Spätestens wenn man hört, dass es sich dabei um ehrenamtliche Vereine handelt, geht den meisten durch den Kopf: Kein Bock. Keine Zeit. Nerd-Club. Dabei sind diese Vereinigungen ein wichtiger Bestandteil des Studiums.

Was ist nun genau eine Studenteninitiative?

Das ist ein meist gemeinnütziger, unabhängiger und politisch neutraler Verein von Studenten, der als Schnittstelle zwischen Studierenden und Promovierenden, Hochschulen und Forschungsinstituten, sowie Unternehmen und anderen Einrichtungen fungiert, Kontakte fördern und sowohl innerhalb wie außerhalb der Universitäten und Hochschulen Ziele und Projekte verfolgen. Das klingt natürlich schon besser wie freiwilliges Arbeiten. Also weiter. Die Größe der unterschiedlichen Initiativen variiert stark. Vom kleinen Kreis bis zu großen Vereinigungen, wie zum Beispiel ELSA und die ASTA-Netzwerke, lässt sich alles finden. Diese Netzwerke vertreten die Interessen der Studierenden, organisieren Auslandsaufenthalte, Praktikumsplätze, Exkursionen, Networking-Events sowie Vorträge, Workshops und wissenschaftliche Symposien und greifen den Erstsemestern unter die Arme. Sie bereichern den Hochschulalltag und du kannst praktische Erfahrungen in deinen Studienbereichen sammeln. Lücken, die durch das Hochschulangebot entstehen, können mit solchen Initiativen gefüllt werden, wie zum Beispiel Sport, Kultur und soziale Themen. So findet man beim ASTA etwa Theater- und Sportprogramme, das Hochschulkino, Running Dinner und vieles mehr.

Das Tätigkeitsspektrum ist bei den Initiativen äußerst facettenreich: einige helfen den Studierenden, Kontakte zu Unternehmen herzustellen und so schon früh Bezug zur Praxis zu finden. Andere fördern den internationalen Austausch. Obwohl die unterschiedlichen Vereinigungen meist von Studenten einer bestimmten Fachrichtung gegründet wurden, können auch Studenten anderer Fachrichtungen beitreten. Erfahrungsaustausch vor Gruppenzugehörigkeit. Bravo!

Aber welche Studentenvereinigung ist nun die richtige für mich?

Wichtig hierbei sind dabei vor allem zwei Aspekte. Man sollte sich mit der Initiative identifizieren können, d. h. die Tätigkeit des Vereins sollte einem selbst Spaß machen. Du solltest davon überzeugt sein, was man dort macht und nicht zur Karteileiche werden. Das ist nun auch wieder nicht der Sinn einer Initiative. Wird hier einfach mal erwähnt, da es so manch einer nicht als logisch ansieht. So, der zweite wichtige Punkt ist, dass man über dem Ehrenamt das Studium nicht vergisst. Zeitmanagement ist hier sehr wichtig. Auch dies sollte eigentlich logisch sein. Schafft man es nicht, Ehrenamt und Studium unter einen Hut zu bringen, sollte man Konsequenzen ziehen. Es ist allerdings genau diese Fähigkeit zum Selbst- und Zeitmanagement, die von Personalverantwortlichen bei einem späteren Vorstellungsgespräch geschätzt wird.

Die richtige Initiative zu finden bedeutet, die Augen offen zu halten. Auch das Tätigkeitsfeld innerhalb der Vereinigung ist zu beachten. Man kann als einfaches Mitglied mitwirken oder bestimmte Ämter übernehmen und so auch in der Hierarchie aufsteigen. Damit einher geht aber auch ein größerer Zeit- und Arbeitsaufwand, der nicht unterschätzt werden sollte.

Deine Vorteile in einer Studenteninitiative.

Das Mitwirken in einer Studentenvereinigung hat trotz Aufwand, egal in welcher Position, viele Vorteile. Man lernt viele Leute kenne, kann Beziehungen knüpfen und so ein langfristiges, persönliches Netzwerk aufbauen. Die Mitarbeit an den unterschiedlichen Projekten erweitert außerdem deinen eigenen Horizont. Du kannst grundlegende Erfahrungen sammeln, die das persönliche Wachstum fördern. Auch sehr wichtig. Außerdem kann man eigene kreative Ideen durch gemeinsame Einsätze in realisierbare Projekten verwandeln und frühzeitig Einblicke in potenzielle Arbeitsfelder erhalten.

Pforzheim bietet dir ein buntes Sammelsurium von unterschiedlichen Studentenvereinigungen. Es gibt Vereinigungen, die Training und Beratung rund um das Thema Softskills und Bewerbungsmanagement anbieten. Andere kümmern sich um die Austauschstudenten und helfen ihnen, sich zurechtzufinden und Kontakte zu knüpfen und peppen nebenbei ihre Sprachkenntnisse auf. Wiederum ander fungieren als Brücke zwischen Unternehmen und Studenten und somit als optimales Sprungbrett in die Arbeitswelt. In anderen Initiativen sammelst du Praxiserfahrung in Projektmanagement, Strategie und Kreation. Wenn du dich lieber für eine ganz andere Richtung interessierst, kein Problem. Auch das Rennsportfeeling ist auf dem Campus vertreten. Egal ob Eventorganisation, Hilfe für Entrepreneurs, BW/Ressourceneffizienz-Management oder akademische Internships, man findet so ziemlich alles, was ein eifriges Studentenherz begehrt. Selbst beim Veranstalten von Events wird dir Können abverlangt und du kannst so einiges lernen. Das fängt bei der Vermarktung der Events an und hört bei einer durchdachten Planung auf.

Eine Initiative bedeutet für dich in der Regel:

  • Anschluss.
  • Zugang zu Studenten aus höheren Semestern.
  • Tipps für das Studium und den Pforzheimer Alltag.
  • Keine Langeweile. Eine Initiative hat in der Regel das Potenzial deine neue Familie zu werden.
  • Jede Initiative hat einen gemütlichen Bereich im Initiativenbüro auf dem Campus Wirtschaft & Recht. Du kannst dich dort mit anderen aus deiner Initiative treffen.
  • Du bekommst Unterstützung beim Lernen. Es können sich Lerngruppen bilden. Studenten aus höheren Semestern helfen dir aus mit Skripten aus vorherigen Semestern und geben Tipps zu Prüfungen.
  • und vieles mehr…

Du siehst, ehrenamtlich heißt nicht gleich etwas umsonst zu machen, sondern es bedeutet eine Investition in die eigene Zukunft. Suche dir eine Initiative aus, die deinen Interessen am nächsten kommt. Egal ob du einen besseren Praxisbezug zum Studium bekommen möchtest, Kontakte knüpfen willst, dich als Person weiterentwickeln möchtest oder einfach, weil du Bock hast, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen. Übernimm Verantwortung und engagiere dich. Und habe vor allem Spaß dabei!