X-DAY: Messe(n) deine Chancen

Die Frage nach der Studienrichtung sollte hoffentlich bereits geklärt sein. Welchen Job man später dann aber genau machen möchte und in welchem Unternehmen – mit dieser Frage schlägt man sich als Student allerdings immer noch wie mit seiner schmutzigen Wäsche herum: keinen Plan von nichts und erstmal auf später verschieben. Die realistische Berufsorientierung ist aber extrem wichtig, weil ohne Plan die Abbruchquoten in der Ausbildung ziemlich hoch sind.

Am 03.05., diesen Donnerstag, findet nun zum 30. Male die Firmenkontaktmesse statt, organisiert durch Campus X. 82 Aussteller. Der X-Day bietet Abhilfe. In diesem Beitrag zeige ich euch, wie ihr das Beste aus eurem Besuch dort macht.

Zunächst einmal sollte man sich die Frage stellen, warum man überhaupt zu einer solchen Firmenkontaktmesse gehen sollte – abgesehen von den coolen Gadgets, die man dort kostenlos bekommt.

Der X-Day ist die perfekte Plattform, um mit den unzähligen Unternehmen in direkten Kontakt zu treten. Praktikumsplatz für das Praxissemester. Werkstudententätigkeit. Berufseinstieg. Hier kannst du die nötigen Connections knüpfen. Unternehmen, die man zuvor gar nicht auf dem Radar hatte, können reizvolle Perspektiven bieten. Vor allem aber kann ein Besuch auf dem X-Day hilfreich sein, um authentische und nachvollziehbare Informationen zum Berufsalltag zu erhalten. Dasselbe gilt natürlich auch dich betreffend. Jeder versucht sich, so teuer wie möglich zu verkaufen. Klar.

Damit du dich so gut wie möglich präsentierst und du nicht durch unprofessionelles Verhalten die Karriereleiter zu Kleinholz verarbeitest, hier mein kurzer Messe-Knigge für dich.

Messe-Knigge

  • Vorbereitung! Suche dir aus der Ausstellerliste die Unternehmen raus, die dich am meisten interessieren und erstelle eine Rankingliste. Recherchiere Unternehmensphilosophie, Standorte, welche Qualifikationen, Kenntnisse und Soft Skills erwartet werden, Unterhosenfarbe des CEO, alles, was dir nützlich sein kann.
  • Wer bin ich und was kann ich? Erstelle einen Bewerbungsflyer. Den werden die Unternehmen so gut wie nie annehmen und dich lieber auf das Online-Bewerbungsportal verweisen. Aber. Die Befassung mit deinem Werdegang wird dir im Gespräch mit den Firmen helfen. Und wenn du weißt, wofür dein Herz schlägt, kannst du Fragen viel zielgerichteter stellen.
  • Der frühe Vogel fängt den Wurm! Starte so früh wie möglich. Es sind weniger Konkurrenten vor Ort und der Morgenkaffee wirkt bei den Ausstellern noch, sie sind frisch und aufmerksam.
  • Vergiss erstmal deine Ranking Liste. Was? Ja! Starte zuerst mit 1 – 2 weniger interessanten Unternehmen für dich. Das sind deine Trainingsprobanden und Versuchskanninchen. Bis auch bei dir der Kaffee einsetzt und dein Hirn knackig arbeitet.
  • Kläre offene Fragen, die sich während deiner Recherche ergeben. Damit zeigst du, dass du dich vorab intensiv mit dem Unternehmen auseinander gesetzt hast. Deine Chancen steigen, woowhoo!
  • Nimm mit, was du kannst! Nein ich meine nicht die Gadgets… Frage nach der Visitenkarte deines Ansprechpartners und wohin du deine Bewerbung schicken kannst. Verschicke diese dann pronto. Nicht erst, wenn du deinen Abschluss machst! Beziehe dich darin auch auf das Gespräch. „Hast du Kopf wie Sieb, musst du aufschreiben!“

So. Deinen Guide durch die Messe hast du jetzt. Es gibt aber noch genügend Stolperfallen, die deinen Messebesuch zum Desaster machen können. Damit du dich später nicht wunderst, warum sich eigentlich keine Sau bei dir meldet, hier meine DOs and DONts Liste für dich 😉

DOs

  • Die Wahl des Outfits! Es muss nicht das smarte Business-Outfit oder der schnieke Anzug sein, aber dein Hobby sollte zu Hause bleiben. Keine Möchtegernskater, Prolls, Barbies, graue Mäuse und Instagram Outfits erwünscht. Ziehe dich casual an, punkte mit einem gepflegten Äußeren. Schmuck und Make-up sollte dezent sein. Trage bequeme aber keine ausgelatschten Schuhe. Und, Himmerlhergott, benutze ein Deo und Kaugummi!
  • Lass es gut sein. Texte dein Gegenüber nicht zu, ziehe das Gespräch nicht unnötig in die Länge und erzähle dem armen Mann nicht x-Mal, welche Auslandspraktika du bereits gemacht hast. Halte das Gespräch kurz, knackig und informativ, damit das Unternehmen sich freut, wenn deine Bewerbung eintrudelt und sie nicht den PC panikartig aus dem Fenster schmeißen.

DONts

  • „Ihr Unternehmen sagt mir ja jetzt nichts, was machen Sie denn?“ Der Barbie-Mode bringt dich nicht weiter. Mach deine verdammten Hausaufgaben und mach dich schlau!
  • „Hi, ich bin der Thomas.“ Den kumpelhaften Ton bitte mit den Freizeitklamotten zu Hause lassen. „There is no second chance for the first impression“. Weißte Bescheid.
  • Keiner mag Angeber und Klugscheißer. Keiner! Also wirf nicht mit deinem Fachchinesisch um dich, damit beeindruckst du keinen. Dein Gegenüber hat definitiv mehr auf dem Kasten als du, also versuche nicht, ihn mit aus dem Internet gezogenen Insiderinfos unter den Tisch zu diskutieren. Klappt nicht.

Nun solltest du für den X-Day gut gerüstet sein. Natürlich kannst du auch nur just for fun dort hingehen. Durch die Aussteller schlendern und die Geschenke abstauben. Aber seien wir mal ehrlich, du gehst ja auch nicht ins Restaurant nur um die Menükarte zu lesen…
*wink


Außerdem wird es dir mit dieser Veranstaltung verdammt einfach gemacht. Die Unternehmen kommen direkt zu dir an die Hochschule. Du hast keine lästige Anfahrt zu einem Messegelände. Wer diese Chance nicht nutzt, naja, der braucht entweder keinen Job, oder er ist einfach nur faul… It’s up to you!